Mundpflege: Lippen-, Zahn-, Zahnfleisch- und Zungenpflege mit ätherischen Ölen

Mundpflege: Lippen-, Zahn-, Zahnfleisch- und Zungenpflege mit ätherischen Ölen

Im Mund befinden sich viele Mikroorganismen meist Bakterien, aber auch Viren und Pilze. Allen bekannt ist Plaque (eine Ansammlung von Bakterien), der Belag auf den Zähnen.
Mit sorgfältiger Mundpflege lässt sich die Mundflora im Gleichgewicht halten, d. h. die Mikroben können reduziert werden.

 

Das Mundpflege 1×1 für Ihre Mundgesundheit

Zu unserer Mundhöhle gehören Lippen, Zähne und Zahnfleisch, Mundboden mit der Zunge, harter und weicher Gaumen, Einmündungen der Speicheldrüsen, Rachen mit Zäpfchen und Mandeln, Mundschleimhaut und die Mundhöhlenvorhof (die Bereiche zwischen Zähnen und Lippen bzw. zwischen Zähnen und Wangen). Alles soll gut gepflegt und gesund sein.

Was gehört zur Mundpflege?

1. Zahnpflege

 zweimal täglich mit sanfter Zahnbürste (manuell oder elektrisch) Zähne putzen je zwei Minuten mit biologischer Zahncreme, Zahnpulver ect.

Das Zähneputzen mit natürlichen Inhaltsstoffen wird immer aktueller!
Zahnpulver bietet eine gute Alternative zu herkömmlichen Zahnpasta

 

Zahnpulver selbst gemacht
3 Teelöffel Heilerde, Rügener Heilkreide, Kieselerde oder Schlämmkreide
1 Teelöffel Xylit (Xylitol oder Birkenzucker)
1 Messerspitze Natron
1 Messerspitze Kurkuma
2 Tropfen Orange süß – Citrus sinensis
2 Tropfen Spearmint – Mentha viridis
1 Tropfen Litsea – Litsea cubeba

Heilerde und Xylit vermischen und im Mörser sehr fein pulverisieren, Natron und Kurkuma dazumischen. Die ätherischen Öle in ein Schraubglas tropfen, das Glas  etwas drehen, damit die ätherischen Öle sich am Glasrand verteilen. Das gut gemischte Pulver ins Glas geben, Deckel drauf und kräftig schütteln, damit sich die ätherischen Öle bestens im Pulver verteilen. Fertig ist das Zahnpulver.
Von diesem wenig auf eine feuchte Zahnbürste verteilen und die Zähne putzen.

 

Was sind die Vorteile der Inhaltsstoffe des Zahnpulvers?

Heilerde/ Rügener Heilkreide/ Kieselerde/ Schlämmkreide/ Kreidepulver enthalten Mineralstoffe, reinigt schonungsvoll die Zähne, wirkt entzündungshemmend und kräftigt das Zahnfleisch, kann Giftstoffe binden, unterstützt die Mundflora
Xylit, Xylitol oder Birkenzucker ist ein natürlicher Zuckeraustauschstoff. Er verursacht kein Karies, sondern schützt vor Karies, remeneralisiert die Zähne, kräftigt das Zahnfleisch, regt den Speichelfluss an, das Säure-Basenverhältnis im Mund wird ausgeglichen
Natron fördert den Speichelfluss, neutralisiert zahnschmelzschädigende Säuren, hemmt somit Wachstum schädlicher Bakterien, hellt die Zähne auf
Kurkuma: Curcumin hellt die Zähne auf, wirkt antibakteriell und durchblutungsfördernd fürs Zahnfleisch
Ätherische Öle wirken haut – und schleimhautpflegend, antiseptisch, antibakteriell, antiviral und antimykotisch, ideal geeignet zur täglichen Mundhygiene

Zahnpasta selbst gemacht
Ein Zahnpulver nach obigem Rezept herstellen, 3 Teelöffel fettes Pflanzenöl dazugeben und gut verrühren. Es eignen sich besonders gut Kokosfett (erst verflüssigen z. B. im Wasserbad) Sonnenblumen- und Sesamöl.

2. Zahnzwischenraumpflege d. h. reinigen Sie die Bereiche zwischen den Zähnen mit Zahnseide und/oder Interdentalbürstchen einmal täglich, ich empfehle diese Pflege abends vorm Schlafengehen. Ich persönlich gebe noch ein Tropfen von dem Aromapflege-Öl Nr. 14 Mund- und Zahnfleischwohl bio auf das Interdentalbürstchen und reinige damit die Zahnzwischenräume. Dieses Mundöl hat den Vorteil, dass es etwas an den Zähnen und dem Zahnfleisch anhaftet.

3. Mundschleimhautpflege wird durch eine wohltuende Mundspülung mit angenehmem Geschmack bewirkt. Es werden beim Mundspülen Stellen erreicht, an die eine Zahnbürste nicht hinkommt. Ich empfehle die Mundspülungen morgens nach dem Zähneputzen mit einem biologischem Mundwasser oder mit mit Mundpflegetropfen Nr.14.1 Mund-Zahnfleisch-Gurgelwohl, bio ohne Alkohol. Beim Gurgeln wird auch der hintere Gaumen und Zungenbereich benetzt und gepflegt. Für unterwegs einfach
2 Tropfen in 10 ml Wasser mischen, davon zwischendurch 5 Tropfen in den Mund geben und mit der Zunge verteilen. Das sorgt für frischen Atem und bringt ein angenehmes Frischegefühl in den Mund. Es kann auch ein Zerstäuber auf das Fläschchen geschraubt werden, dann kann diese Mischung als Mundspray benutzt werden. Es werden drei Hübe in den Mund gesprüht und schon fühlt sich der Mundhöhle und der Atem gut und frisch an.

4. Ölziehen ist eine uralte Methode, die uns aus der ayurvedischen Heilkunde bekannt zur Mundpflege, als Unterstützung bei Entgiftungs- und Entschlackungskuren bekannt ist. Und so geht’s!

5. Zungenpflege

d. h. die Zunge reinigen, damit sie sauber und frei von Belägen ist.
Die Zungenreinigung wird mit einem Zungenschaber oder mit einer Zungenbürste bei der täglichen Mundhygiene nach dem Zähne putzen bei rausgestreckter Zunge von hinten nach vorne durchgeführt. Achten Sie darauf, dass der hintere Bereich der Zunge – auf dem der meiste Belag ist- mit einbezogen wird. Vorsichtig schaben ist die Devise, damit Sie die Zunge nicht verletzen. Zum Schluss den Mund kräftig ausspülen wie unter Punkt 4 beschrieben.

6. Lippenpflege

bedeutet die Lippen geschmeidig zu halten, zu pflegen und vorm Austrocknen und „Aufspringen“ zu schützen, besonders empfehlenswert vorm Zahnarztbesuch.

Lippenpflegestift selbst gemacht
Zutaten:
10 g Kokosöl
5 g Bienenwachs
im Wasserbad erwärmen, bis sich das Bienenwachs aufgelöst hat,
1 Tropfen ätherisches Öl von Melissa officinalis zugeben,
in eine Lippenpflegestifthülse abfüllen.

Ätherische Öle wirken haut – und schleimhautpflegend, antiseptisch, antibakteriell, antiviral und antimykotisch, ideal geeignet zur täglichen Mundhygiene. Da die Mundhöhle eine Eintrittspforte für Krankheitserreger gilt, ist eine gute Mundpflege mit ätherischen und fetten Pflanzenölen zu befürworten.

Welche ätherischen – und fetten Öle eignen sich zur Mundpflege?
Ätherische Öle z. B. von
Fenchel süß, Litsea cubeba, Manuka, Orange süß, Pfefferminze, Spearmint, Teebaum, Zitrone werden sehr gerne in die Mundpflegeprodukte eingerührt, wobei die ätherischen Öle nur in sehr geringen Dosierungen zu verwenden sind.
Fette Pflanzenöle wie z. B. Kokos-, Sanddornfruchtfleisch- Sonnenblumen-, Sesamöl haben sich bewährt. Raps- und Olivenöl sind auch möglich, haben aber einen intensiven Eigengeschmack. Schwarzkümmelöl empfehle ich nicht, da der Eigenanteil der ätherischen Öle schon sehr hoch und somit sehr scharf und vom Geschmack her sehr heftig ist.

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