Borretschsamenöl von Borago officinalis

Borretschsamenöl von Borago officinalis

Borretschsamenöl wird aus den Samen des Borretsch – Borago officinalis – bei uns bekannt als Gurken- oder Kurkumakraut, hergestellt.

ALLGEMEINES  ZUR PLANZE                                                                                                                                    Die einjährige, sehr anspruchslose Gewürz- und Heilpflanze Borretsch gehört zur Familie der Boraginaceaen, der Raublattgewächse . Sie ist im gesamten mitteleuropäischen Raum, Westasien und USA beheimatet und ziert unsere Gärten mit anmutigen, himmelblauen, teilweise rosa, lila und weißen Blüten. Borretschblüten sind eine wunderbare Salatbeilage oder Dekoration von Gemüse, Quark….Die fleischigen Blätter und Stängel sind rau, borstig  und behaart. Gelegentlicher Verzehr von Borretschblättern und Borretschblüten ist zwecks den enthaltenen Pyrrolizidinalkaloiden unbedenklich.

Borretschblüten blau und rosa

Borretschblüten blau und rosa

BORRETSCHSAMENÖL                                                                                                                                                Es ist ein fettes, goldgelbes Pflanzenöl mit gurkenähnlichem Duft und Geschmack, das mit am meisten die mehrfach ungesättigte Fettsäure γ-Linolensäure behinhaltet, nämlich bis zu ca. 23%. Aber auch die einfach- und zweifach ungesättigten Fettsäuren wie die Ölsäure mit ca. 19% und die Linolsäure mit über 40% sind mit dabei. Die in der Pflanze enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide können bei unsachgemäßer Gewinnung ins Öl gelangen. Diese wurden bisher jedoch nur in Spuren bzw. gar nicht nachgwiesen. (H. Ippen: Gamma-linolenic acid better from evening primrose oil or from borage?, in: Zeitschrift für Phytotherapie 3/1995). Das Öl wird deshalb zur äußerlichen Anwendung sehr empfohlen bei trockener, spröder Haut, Neurodermitis, atopischen Ekzemen und Schuppenflechte. Natürlich kann man ein durch Wasser gekühltes, kalt gepresstes, qualitativ hochwertiges Borretschsamenöl auch in der Küche verwenden z.B. in einen Salat geben. Da es aber so viele ungesättigte Fettsäuren hat, ist es nicht lange haltbar und sollte nach Anbruch schnell verarbeitet bzw. innerhalb 3-4 Monaten verbraucht werden.

Quellenangaben                                                                                                                                                           von Braunschweig, Ruth: Pflanzenöle. Qualität, Anwendung und Wirkung. Wiggensbach: Stadelmann-Verlag, 2007                                                                                                                                       Krist, S./Buchbauer, G./Klausberger, C.: Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle. Wien/New York: Springer-Verlag, 2008

Weblink: Olionatura

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